Erdanker am Rand einsetzen
Die Anker werden insbesondere dort eingesetzt, wo die Kunstrasenkante nicht bereits durch eine feste Einfassung zuverlässig gehalten wird.
Kunstrasen verlegen
Wie Kunstrasen befestigt wird, hängt vor allem vom Untergrund und von der Nutzung der Fläche ab. Auf einem vorbereiteten Unterbau kommen andere Methoden infrage als auf Beton, einer Terrasse oder einem Balkon. Wir zeigen, wann Erdanker, Kleber oder Verlegeband sinnvoll sind und wann Kunstrasen auch ohne vollflächige Befestigung auskommt.

Auf einem ungebundenen, vorbereiteten Untergrund wird Kunstrasen in der Regel an den Randbereichen mit Erdankern fixiert. Auf festen Flächen wie Beton oder einer Terrasse können je nach Situation Kleber oder geeignetes Klebeband eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass der Kunstrasen sicher liegt, die Bahnen sauber miteinander verbunden sind und der Wasserablauf erhalten bleibt.
Kunstrasen muss nicht auf jeder Fläche vollflächig verklebt oder an jedem Punkt fixiert werden. Welche Befestigung notwendig ist, richtet sich nach dem Untergrund, der Größe und Form der Fläche, ihrer Nutzung und den vorhandenen Randabschlüssen.
Im Garten liegt der Kunstrasen beispielsweise auf einem vorbereiteten und verdichteten Unterbau. Hier genügt es in vielen Fällen, die Außenkanten zuverlässig zu sichern. Auf festen Untergründen wie Beton, Pflaster oder einer Terrasse kann dagegen eine andere Befestigung sinnvoll sein.
Auch das Gewicht und die Größe der verlegten Bahnen spielen eine Rolle. Eine größere zusammenhängende Fläche verhält sich anders als ein schmaler Kunstrasenstreifen auf einem Balkon. Deshalb gibt es keine Befestigungsmethode, die für jeden Einsatzbereich gleichermaßen geeignet ist.
Befestigung und Verbindung sind nicht dasselbe: Die Befestigung sichert den Kunstrasen auf dem Untergrund oder am Rand. Werden mehrere Bahnen verlegt, müssen zusätzlich die Stoßkanten sauber miteinander verbunden werden.
Für die Befestigung von Kunstrasen kommen vor allem Erdanker, Kleber und Klebeband infrage. Welche Lösung passt, lässt sich am einfachsten über den vorhandenen Untergrund bestimmen.
| Befestigung | Typischer Einsatz | Besonderheit |
|---|---|---|
| Erdanker | Garten und vorbereiteter ungebundener Unterbau | Sichern vor allem die Randbereiche der Kunstrasenfläche |
| Kunstrasenkleber | Feste Untergründe und dauerhafte Verbindungen | Untergrund und Wasserablauf müssen für die Verklebung geeignet sein |
| Klebeband | Feste, geeignete Oberflächen und kleinere Fixierungen | Einfach anzuwenden, aber nicht für jeden Untergrund geeignet |
| Verlegeband und Kleber | Verbindung mehrerer Kunstrasenbahnen | Verbindet die Bahnen an der Naht miteinander |
| Lose Verlegung | Kleine oder geschützte Flächen | Nur sinnvoll, wenn der Kunstrasen ausreichend sicher und eben liegt |
Soll Kunstrasen im Garten verlegt werden, liegt er nicht direkt auf lockerer Erde. Zunächst wird ein tragfähiger, ebener und wasserdurchlässiger Unterbau hergestellt. Wie dieser aufgebaut wird, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zum richtigen Untergrund für Kunstrasen.
Auf dem fertigen Unterbau wird die zugeschnittene Kunstrasenfläche ausgelegt und ausgerichtet. Zur Sicherung der Außenkanten können anschließend Erdanker verwendet werden. Sie werden durch den Kunstrasen in den Untergrund gesetzt und verhindern, dass sich die Ränder verschieben oder anheben.
Die Anker werden insbesondere dort eingesetzt, wo die Kunstrasenkante nicht bereits durch eine feste Einfassung zuverlässig gehalten wird.
Vor dem Fixieren sollte der Kunstrasen vollständig ausgerichtet sein. Falten oder Spannungen sollten nicht durch die Befestigung „herausgezogen“ werden.
Eine vollflächige Verklebung mit dem Unterbau ist bei dieser klassischen Gartenverlegung in der Regel nicht erforderlich. Entscheidend sind ein fachgerecht vorbereiteter Untergrund, sauber zugeschnittene Bahnen und zuverlässig gesicherte Randbereiche.
Beton ist ein fester Untergrund und erfordert deshalb eine andere Vorgehensweise als eine Gartenfläche. Voraussetzung ist zunächst, dass die Fläche ausreichend eben ist und Wasser zuverlässig ablaufen kann. Unebenheiten oder Bereiche, in denen sich dauerhaft Wasser sammelt, sollten vor der Verlegung behoben werden.
Je nach Größe, Lage und Nutzung der Fläche kann Kunstrasen auf Beton an geeigneten Stellen fixiert oder verklebt werden. Eine vollflächige Verklebung ist nicht automatisch die beste Lösung. Besonders wichtig ist, dass eine Befestigung den vorgesehenen Wasserablauf nicht unnötig behindert.
Für Kunstrasen sollte ein dafür geeigneter Kleber verwendet werden. Er muss zum Rücken des Kunstrasens und zum jeweiligen Untergrund passen und für den vorgesehenen Einsatzbereich geeignet sein.
Auf Terrassen und gepflasterten Flächen hängt die richtige Befestigung stark vom vorhandenen Aufbau ab. Eine ebene Betonterrasse bietet andere Voraussetzungen als Pflastersteine mit Fugen. Bevor der Kunstrasen fixiert wird, sollte deshalb geprüft werden, ob die Oberfläche eben genug ist und Niederschlagswasser weiterhin sicher ablaufen kann.
Bei geeigneten festen Flächen kann eine Fixierung an ausgewählten Stellen ausreichend sein. Entscheidend ist nicht, möglichst viel Kleber einzusetzen, sondern den Kunstrasen so zu sichern, dass er bei der späteren Nutzung nicht verrutscht und gleichzeitig funktional verlegt bleibt.
Wer die gesamte Verlegung von der Vorbereitung bis zum Zuschnitt nachvollziehen möchte, findet die einzelnen Arbeitsschritte in unserer Anleitung zum Verlegen von Kunstrasen.
Auf einem Balkon sind die Flächen meist kleiner und an mehreren Seiten eingefasst. Deshalb muss Kunstrasen hier nicht zwangsläufig vollflächig verklebt werden. Ob eine zusätzliche Fixierung erforderlich ist, hängt unter anderem von der Größe der Fläche, dem vorhandenen Bodenbelag und der Lage des Balkons ab.
Soll Klebeband oder eine andere Fixierung verwendet werden, muss der vorhandene Balkonboden dafür geeignet sein. Bei Mietwohnungen sollte außerdem bedacht werden, dass sich die Befestigung später möglichst rückstandsfrei entfernen lassen sollte.
Abläufe und Entwässerungswege dürfen durch die Befestigung nicht verschlossen werden. Niederschlagswasser muss sowohl durch den Kunstrasen als auch anschließend über den vorhandenen Balkonaufbau abfließen können.
Auch auf einem geeigneten Holzuntergrund kann Kunstrasen verlegt werden. Hier sollte die Befestigung jedoch immer auf den konkreten Aufbau abgestimmt werden. Wichtig ist insbesondere, dass Feuchtigkeit weiterhin ablaufen beziehungsweise die Konstruktion ausreichend trocknen kann.
Eine vorhandene Holzterrasse sollte deshalb nicht unüberlegt großflächig mit ungeeigneten Klebstoffen abgedeckt werden. Wie die Fläche vorbereitet und Kunstrasen auf diesem Untergrund verlegt wird, zeigen wir ausführlich im Ratgeber Kunstrasen auf Holzterrasse verlegen.
Werden für eine größere Fläche mehrere Kunstrasenbahnen benötigt, müssen diese nicht nur auf dem Untergrund liegen, sondern auch sauber miteinander verbunden werden. Eine fachgerecht ausgeführte Naht sorgt dafür, dass die Bahnen nicht auseinanderwandern und der Übergang möglichst unauffällig bleibt.
Dazu werden die beiden Bahnen zunächst exakt nebeneinander ausgerichtet. Die Faserrichtung muss übereinstimmen. Anschließend wird im Bereich der Naht ein geeignetes Verlegeband untergelegt und die Verbindung mit dem dafür vorgesehenen Kleber hergestellt.
Beide Kunstrasenbahnen sollten in derselben Faserrichtung liegen. Schon kleine Abweichungen können den Übergang später deutlich sichtbar machen.
Beim Zusammenfügen sollte darauf geachtet werden, dass keine Halme in die Klebestelle geraten. Die Fasern werden anschließend wieder aufgerichtet und über der Naht verteilt.
Die passende Befestigung lässt sich in den meisten Fällen direkt aus dem Untergrund und dem Zweck der Befestigung ableiten.
| Situation | Geeignete Lösung |
|---|---|
| Kunstrasen im Garten auf vorbereitetem Unterbau | Randbereiche bei Bedarf mit Erdankern sichern |
| Mehrere Kunstrasenbahnen miteinander verbinden | Verlegeband und geeigneter Kunstrasenkleber |
| Kunstrasen auf geeignetem festen Untergrund fixieren | Je nach Fläche punktuelle oder randseitige Fixierung mit geeignetem Kleber oder Klebeband |
| Kleine, geschützte und eingefasste Fläche | Je nach Situation kann eine lose Verlegung ausreichend sein |
Passende Materialien für die Verlegung finden Sie in unserem Kunstrasen-Zubehör. Dort finden Sie unter anderem Produkte zur Fixierung und zum Verbinden der einzelnen Bahnen.
Eine gute Befestigung soll den Kunstrasen sichern, ohne Probleme an anderer Stelle zu verursachen. Besonders diese Fehler lassen sich bereits bei der Planung vermeiden:
Falten oder ein schlechter Zuschnitt sollten nicht durch starkes Ziehen ausgeglichen werden. Die Bahnen zuerst sauber auslegen und erst anschließend befestigen.
Erdanker, Klebeband und Kleber erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Methode muss zum jeweiligen Untergrund passen.
Vor allem auf festen Flächen darf die Befestigung vorhandene Abläufe oder notwendige Entwässerungswege nicht verschließen.
Bei mehreren Bahnen muss die Faserrichtung identisch sein. Andernfalls bleibt der Übergang trotz sauber ausgeführter Naht sichtbar.
Welche Befestigung für Kunstrasen geeignet ist, entscheidet vor allem der Untergrund: Im Garten werden meist die Randbereiche mit Erdankern gesichert, während auf festen Flächen je nach Situation Kleber oder Klebeband infrage kommen. Werden mehrere Bahnen verlegt, müssen zusätzlich die Nähte fachgerecht verbunden werden. Ziel ist immer eine sichere Verlegung, ohne den Wasserablauf zu beeinträchtigen.
Das hängt vom Untergrund ab. Im Garten werden häufig die Randbereiche mit Erdankern gesichert. Auf geeigneten festen Untergründen können Kleber oder Klebeband zur Fixierung eingesetzt werden.
Nicht zwingend. Kleine, geschützte oder vollständig eingefasste Flächen können je nach Situation auch ohne vollflächige Befestigung sicher liegen. Größere und stärker beanspruchte Flächen sollten entsprechend ihrem Untergrund gesichert werden.
Kunstrasen sollte nicht direkt auf lockerer Erde befestigt werden. Zunächst wird ein tragfähiger und ebener Unterbau hergestellt. Anschließend können insbesondere die Randbereiche mit Erdankern gesichert werden.
Auf einem geeigneten Betonuntergrund kann Kunstrasen je nach Fläche und Nutzung punktuell oder randseitig mit geeignetem Kleber beziehungsweise einer passenden Fixierung befestigt werden. Der Wasserablauf sollte dabei erhalten bleiben.
Auf kleinen, eingefassten Balkonflächen ist nicht immer eine vollflächige Verklebung nötig. Wird der Kunstrasen zusätzlich fixiert, müssen Bodenbelag, Entwässerung und bei Mietobjekten auch die spätere Entfernbarkeit berücksichtigt werden.
Auf geeigneten festen, sauberen und trockenen Oberflächen kann passendes Klebeband für bestimmte Fixierungen verwendet werden. Ob es geeignet ist, hängt jedoch von Untergrund, Fläche und Beanspruchung ab.
Die Bahnen werden in gleicher Faserrichtung exakt ausgerichtet. Unter der Naht wird ein geeignetes Verlegeband positioniert und die Verbindung mit dafür vorgesehenem Kleber hergestellt.



